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SPD will Migrationsberatung vor Ort erhalten

Seit Beginn des Jahres findet in Henstedt-Ulzunrg keine Migrationssozialberatung mehr statt. Der Grund dafür liegt in der zu kritisierenden generellen Kürzung der Landesmittel durch die schwarzgelbeLandesregierung. Das hatte zur Folge, dass für den Kreis Segeberg insgesamt eine Vollzeitstelle eingespart werden musste. Davon war auch die halbe Stelle in Henstedt-Ulzburg betroffen. Dieses wurde von dem Anbieter CJD in Eutin auch vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmerzahlen in der Gemeinde rückläufig waren, durchgeführt.

Die Sozialberatungsstelle in Henstedt-Ulzburg verursacht jährliche Kosten in Höhe von rund 30.000 Euro. Die Gemeinde hatte davon einen Anteil von 9.500 Euro getragen. Der Rest, die Landesmittel, sind nun wegfallen und das CJD war natürlich nicht in der Lage, dieses zu kompensieren. Benachbarte Beratungsstellen befinden sich in Kaltenkirchen und Norderstedt.

Im Jahre 2011 wurden in der Beratungsstelle immerhin 95 Personen in 479 Gesprächen beraten (2010: 109/450). Die betreuten Menschen kamen aus den Herkunftsländern: ehemalige GUSStaaten, Irak, Türkei, Afghanistan und Syrien. Die Schwerpunkte der Beratungstätigkeit entsprachen der Zielsetzung der sozialen Integration in Henstedt-Ulzburg und Umgebung lebender Migranten und Migrantinnen.

Fast alle Lebensbereiche waren Inhalt von Beratungen. Im Wesentlichen ging es um den Aufenthalt nach dem Ausländergesetz, die Sicherung des Lebensunterhaltes und um Fragen im Zusammenhang mit Kinder- und Erziehungsgeld, Wohngeld, Kindergarten und Schule, Arbeitsplatz, Beruf, Ausbildung sowie Krankenkassen und der Rentenversicherung.

Die SPD Henstedt-Ulzburg möchte dieses örtliche Angebot nach Möglichkeit erhalten und will durch den Ausschuss für Soziales, Senioren und Gleichstellung die Verwaltung beauftragen zu prüfen, ob eine Fortsetzung der Migrationssozialberatung unter Einbringung des bisherigen gemeindlichenZuschusses in Höhe von 9.500 € sinnvoll zu realisieren ist.
Bei einer positiven Einschätzung der Fortsetzung der Migrationssozialberatung möge der Ausschuss beschließen, diese als freiwillige gemeindliche Aufgabe weiterzuführen, heißt es in dem Antrag der SPD-Fraktion. Fraktionsvorsitzender Horst Ostwald: "Die Migrationspolitik und die Betonung ihrer Wichtigkeit darf nicht nur Lippenbekenntnis sein. Deshalb wollen wir die örtliche Beratung von Migrantinnen und Migranten in Henstedt-Ulzburg - wenn auch leider mit zeitlich reduziertem Angebot – erhalten."

07.02.2012

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